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fakten

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Wahrheit ist Belegbarkeit
Seit Erfindung des Buchdrucks war der Quellenverweis eine der wichtigsten intellektuellen Errungenschaften. Er sicherte den kollektiven Wissenserwerb und die darauf basierenden Denkprozesse gegen Manipulationen ab. Doch im digitalen Zeitalter ist der Quellenverweis bedroht; seine Solidität hängt am physisch unveränderlichen Buchkorpus.
Wissenschaft  Gesellschaft  Zeitgeist  Fakten 
march 2018 by amenthes
A Rough Guide to Spotting Bad Science | Compound Interest
RT @CochraneUK: 12 steps to help you separate science from pseudoscience:
Science  Wissenschaft  Daten  Fakten  Studien  Studie 
december 2017 by martin.weber
How to Convince Someone When Facts Fail - Scientific American
Have you ever noticed that when you present people with facts that are contrary to their deepest held beliefs they always change their minds? Me neither. In fact, people seem to double down on their beliefs in the teeth of overwhelming evidence against them. The reason is related to the worldview perceived to be under threat by the conflicting data.
Fakten  Psychologie 
august 2017 by amenthes
Twitter
RT : oder ? Am 24.6. fragen wir Publikum von : Wer kann „alternative“ von echten unterscheiden…
Fake  Fakten  LNDW17  Echt  from twitter
june 2017 by ballaschk
Welchen Fakten können wir trauen? | Philosophie Magazin
Der Boden der Tatsachen gerät derzeit ins Wanken. Dabei sind die Verfahren, mit denen wir Fakten überprüfen, seit Jahrhunderten bestens erprobt. Die Wissenschaftshistorikerin Lorraine Daston und der Investigativjournalist Georg Mascolo über die Krise der Wahrheit in der Ära Trump.
philomag.de  Georg_Mascolo  Fakten  Lorraine_Daston 
june 2017 by Medienwoche
Mit journalistischem Handwerk gegen Fake News | Deutschlandradio Kultur
Heute geht das neue Portal Anti-Fake News-Portal faktenfinder.tagesschau.de online. Über die Möglichkeiten, mit gutem Journalismus schlechten zu bekämpfen und über die Gefahr, Fake News dadurch erst recht Verbreitung zu verschaffen, hat Deutschlandradio Kultur mit Projektleiter Patrick Gensing gesprochen.
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april 2017 by Medienwoche
ClaimChecker – Behauptungen überprüfen
Check, ob über Themen wirklich nicht berichtet wurde, wie es die braunen immer sagen...
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march 2017 by matthiasp
Erste Sendung von John Oliver - Wie erreicht man Trump? | Süddeutsche.de
"Wie erreicht man Donald Trump?", fragt John Oliver in der ersten Sendung nach der Pause. Seine Antwort: Werbespots im Fernsehen. Sendezeit hat der Komiker offenbar auch schon.
Süddeutsche  John_Oliver  Donald_Trump  Fakten  Werbung 
february 2017 by Medienwoche
theawl.com: Dr. Ruth Facts
ruth westheimer wurde vor ein paar jahrzehnten von alfred biolek in deutschland eingeführt, nachdem sie in amerikanischen talkshows furore machte. schön mal ein paar fakten über sie zu lesen.
ruth_westheimer  fakten  s  w 
january 2017 by diplix
Desinformation: Doch, jeder hat seine eigenen Fakten - WELT
Sogar Jürgen Habermas, der Erfinder der „bürgerlichen Öffentlichkeit“, ärgerte sich schon 1971 über den „im Zeichen eines fingierten public interest durch raffinierte opinion molding erzeugten Konsensus“. Was klingt, als ginge es um die neueste Manipulationsmaschine aus einem supergeheimen Big-Data-Start-up, bezieht sich nur auf die Medienlandschaft der alten Bundesrepublik. Mit der abendlichen „Tagesschau“ als offiziell einziger Wahrheitsquelle kommt sie uns heute so idyllisch vor wie das Paradies vor dem Sündenfall.
Journalismus  Medien  Kommentar  Fakten 
december 2016 by amenthes
Thilo Sarrazins falsche Fakten über Flüchtlinge — BILDblog
»Ich schüre keine Ängste, sondern ich bringe Fakten« Oder: Warum ihr über eine Spende für das @bildblog nachdenken solltet…
tweetnow  sarrazin  flüchtlinge  fakten  statistiken 
december 2016 by martin.weber
Sarasin: #Fakten. Was wir in der Postmoderne über sie wissen können. – Geschichte der Gegenwart
Wahrheiten und damit das, was wir „Fakten“ nennen, sind also an das menschliche Erkenntnisvermögen gebunden, variieren historisch, und sie bewegen sich nicht ausserhalb unserer Sprache. Aus der Philosophie der Naturwissenschaften heraus entwickelte sich zusätzlich die Einsicht, dass „wissenschaftliche Tatsachen“ (Ludwik Fleck) einem „Denkkollektiv“ entstammen und unumgänglich von einem bestimmten „Denkstil“ geprägt sind, sowie schliesslich, dass sie auch von den Apparaten und Instrumenten abhängen, mit denen Natur beobachtet, gemessen und analysiert wird.

Dies alles bedeutet, zusammengenommen, dass Fakten nicht ausserhalb von Theorien, Konzepten, Modellen und Experimentalsystemen gedacht werden können, weil es ohne diese nicht möglich ist, die „chaotische Mannigfaltigkeit“ der Welt irgendwie zu deuten bzw. zu verstehen. Weil Modelle und Theorien aber veralten, kann Wissen schal und bislang für wahr Gehaltenes falsch werden. Ja, mehr noch: Aussagen über Fakten sind grundsätzlich der Gefahr ausgesetzt, in irrigen Vorannahmen und fixen Überzeugungen, in Denkroutinen und Ideologien gefangen zu sein. Bedeutet das nun, dass Fakten sich nicht von Überzeugungen, Wahrheiten nicht von Lügen und Wissenschaft sich nicht von Glauben unterscheiden lassen? Und wenn nein – warum nicht?

Tatsachen bzw. Fakten gelten in der heute dominanten Wissenschaftstheorie – und zwar in den Natur- ebenso wie in den Sozial- und Geisteswissenschaften – aus den angeführten Gründen als „Konstruktionen“, das heisst als gemacht und von den Bedingungen ihrer Herstellung als wissenschaftliche Tatsachen geprägt. Das heisst, im Umkehrschluss, allerdings nicht, sie seien deshalb beliebig, blosse Erfindungen, Meinungen oder gar von Lügen nicht zu unterscheiden. Kein Postmoderner hat das je behauptet. Die Absicherung für die – immer nur relative – Verlässlichkeit wissenschaftlicher Erkenntnis liegt heute aber nicht mehr, wie bei Kant, in der Vernunft, sondern in einem durch gegenseitige Kontrolle, Überprüfung und Kritik strukturierten Forschungsprozess der scientific community. Argumente und Behauptungen über die Wirklichkeit müssen nachvollziehbar und überprüfbar sein, sie müssen andere Diskussionsteilnehmer_innen überzeugen, und sie müssen an bisherige Diskussionen und Erklärungsmodelle anschliessen können.

Aussagen über die Welt müssen, mit einem Wort, ‚Sinn ergeben‘.

Aussagen über die Welt müssen, mit einem Wort, ‚Sinn ergeben‘. Wenn sie das nicht tun, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Sie erweisen sich nach allen Masstäben als falsch oder gelten als uninteressant (oder beides) – oder aber sie werden, früher oder später, zum Ausgangspunkt neuer Wahrheiten, neuer Erkenntnis, neuer Tatsachen. Fakten sind daher seit der Moderne und explizit in unserer Postmoderne „kontingent“, wie der Soziologe Niklas Luhmann sagte: Sie lassen sich nicht ‚letztlich‘ und ‚notwendiger Weise‘ als ‚absolut‘ wahr erweisen, und sie gehören in den Raum dessen, was der Fall ist bzw. sein kann (wovon wir bspw. UFOs ausschliessen)

Eine Frage der Redlichkeit

Trotz der (nicht erst) postmodernen Absage an eine als absolut verstandene ‚Objektivität‘ sind Fakten nach wie vor ‚robust‘: Sie sind durch viele Evidenzen bestätigt und erscheinen als die beste Auskunft, die wir gegenwärtig zu geben im Stande sind. Sich in ‚nicht-absoluter‘, eben kontingenter Weise auf Fakten zu beziehen und um diese Kontingenz zu wissen, hat daher eine ethische Dimension: Es ist eine Frage der Redlichkeit, unseren Bezug auf Fakten immer mit einer Fussnote zu versehen, um offenzulegen, dank welcher Annahmen, Quellen und Modelle ein bestimmtes Faktum ‚möglich‘, ja ‚wahr‘ ist. Mit bestem Wissen und Gewissen, gleichsam.

Diese Redlichkeit ist ein doppelter Schutz. Sie schützt uns einerseits davor, „Positivist“ zu sein, das heisst glauben zu machen, Fakten seien – ganz unabhängig von unserer Erkenntnistätigkeit – ‚an sich‘ da und wahr und müssten bloss ‚ans Licht‘ gebracht werden. Wer eine solche Vorstellung von ‚Fakten‘ behauptet, tut mächtiger, als er menschenmöglich sein kann: ein Dogmatiker, ein Ideologe in Gestalt eines ‚Realisten‘. Gegen solche Versuchungen hat die postmoderne Philosophie nicht nur immer wieder die Konstruiertheit, sondern auch die damit immer mögliche Vielfalt von Aussagen über die Wirklichkeit angemahnt. Sie bedeutet aber, wie gesagt, nicht, dass man n’importe quoi sagen, dass man Beliebiges über die Wirklichkeit behaupten kann. Aussagen über die Welt müssen begründbar und für Andere nachvollziehbar sein, sonst sind es Glaubenssätze – oder Lügen. Im Garten steht kein rosaroter Elefant, auch wenn ich ihn „fühlen“ sollte.

Diese Redlichkeit schützt daher andrerseits auch gegen den Zynismus, der gegenwärtig am (breiten) rechten Rand des politischen Spektrums zu beobachten ist: Weil Wissenschaft, Experten und tendenziell komplizierte Erklärungen der Welt in weiten Teilen der politischen Öffentlichkeit merkwürdigerweise als „links“ oder „elitär“ gelten, wird in ziemlich dreister Weise die postmoderne Epistemologie dazu missbraucht, die Unterscheidung zwischen Lüge und Wahrheit einzuebnen. Das hat mit der Postmoderne nichts zu tun, sondern enthüllt nur, wie wenig diese Leute von Wissenschaft, Argumentation, Überprüfbarkeit und Rationalität halten. Das ist an sich nichts Neues. Aber es scheint heute keine Geheimdienste mehr zu brauchen, um mit komplizierten Operationen der schwarzen Propaganda Lügen den Anschein der Wahrheit zu geben. Die Neue Rechte lacht einfach über jene, die an so etwas wie die Wahrheit noch glauben.
philippsarasin  fakten  postmoderne  wissen  iwm:wissen 
november 2016 by MicrowebOrg

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