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Scub4 : politics   11

Stellungnahme zum Themenkomplex „Social Bots“, Prof. Dr.-Ing. Florian Gallwitz
Die Idee, dass von sinistren Mächten gelenkte „Social Bots“ in den Sozialen Medien unterwegs sind,
um Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung zu nehmen, ist eine Verschwörungstheorie ohne
Grundlage in der Realität.
• In einer ganzen Reihe von Aspekten ist die Social-Bot-Verschwörungstheorie der bizarren
„Chemtrail“-Verschwörungstheorie nicht unähnlich. Sie greift aber auch Vorstellungen auf, wie sie
aus der mittelalterlichen Hexenverfolgung bekannt sind. Hierzu gehören insbesondere die
zahlreichen Anleitungen, die im Internet kursieren, welche Merkmale auflisten, anhand derer man
angeblich „Social Bots“ von „echten Menschen“ unterscheiden können soll.
• Nach meiner Überzeugung würde keine einzige der vorliegenden empirischen Studien, in denen
quantitative Aussagen über „Social Bots“ gemacht werden, einer Überprüfung nach den in der
Wissenschaft sonst üblichen Maßstäben standhalten.
socialmedia  politics  bots 
7 weeks ago by Scub4
Falsch-Positive machen Prognose-Algorithmen zum Problem
Kein Prognose-Algorithmus ist perfekt. 99 Prozent Sicherheit sind möglich, 100 Prozent sind bei komplexen Aufgaben unrealistisch – dazu müsste nicht nur die Software fehlerfrei arbeiten, sondern auch das zugrunde liegende Datenmaterial perfekt sein. Das bedeutet zweierlei: Erstens wird es immer wieder vorkommen, dass eine gesuchte Person nicht erkannt wird und unentdeckt bleibt. Zweitens passiert aber auch das Gegenteil: Eine eigentlich unverdächtige Person wird von der Software versehentlich als Treffer markiert. Man spricht hier von Falsch-Positiven. In der Realität, etwa an einem gewöhnlichen Bahnhof in einer deutschen Großstadt, kommen nämlich auf jede polizeilich gesuchte Person Hunderte oder Tausende völlig unverdächtige Personen.
ai  tech  politics 
7 weeks ago by Scub4
"Diese Körper sind von Angst erfüllt" | L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG
Ein Grundfehler der liberalen „bürgerlichen“ Presse war (und ist) es meiner Meinung nach, den Vorwurf der „Lügenpresse“ nicht wirklich ernst zu nehmen, ihn nicht ernsthaft zu bedenken. Statt zu sagen – was der Wahrheit entspräche – wir sind parteiisch; wir vertreten bestimmte Interessen; und wir können das begründen: zum Beispiel das Interesse an der sogenannten Marktwirtschaft in hochtechnifizierten demokratischen Gesellschaften. Wir können begründen, warum dazu das Interesse an bestimmten Formen der politischen Auseinandersetzung gehört: im Bundestag, in den Landtagen, in den Kommunen, in Kindergärten, Schulen, in Betrieben und Vereinen. Wir können begründen, warum dazu die Akzeptanz des Gewaltmonopols des Staats gehört; die Akzeptanz der sogenannten „Gewaltenteilung“, Unabhängigkeit der Justiz. Aber auch das Recht auf Bürgerinitiativen, auf zivilen Widerstand etc. - aber nicht das Recht auf lokale „Bürgerwehren“, zumal bewaffnete, um nur dies eine Beispiel zu nennen.

Zuzugeben wäre also: „Wir sind eine interessenzentrierte bürgerliche Presse mit ganz bestimmten Werten; und sind damit in den Augen derer, die diese Werte ablehnen und bekämpfen ganz selbstverständlich Lügenpresse. Danke für das Kompliment“! – so etwa hätte eine angemessene Antwort zu lauten; und nicht: die offen Kriminellen von AfD und ähnlich einzuladen in sogenannte Talkshows, um ihnen dort zu beweisen, dass man doch nicht Lügenpresse sei, sondern objektiver Journalismus; diese Zentrallüge der „bürgerlichen Presse“ also weiter und nochmals zu verbreiten. Man hätte sich zu bekennen zur eigenen Parteilichkeit. Nämlich: „Ja, wir sind so; und wir sind gegen euch. Und wir sagen das laut, auch ohne euch dabei haben zu müssen im Diskutierstuhl“. Weil: „Ihr seid erklärte Feinde jenes demokratischen Systems, dessen Formate wir hier diskutativ repräsentieren. Und da gehört ihr nicht rein“.
politics  society  metoo  journalism  trust 
7 weeks ago by Scub4
Medienaufseherin stellt Podcast ein, den RTL ihr geschenkt hat | Übermedien
Das war’s dann schon: Cornelia Holsten, die Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt (brema), stellt ihren gerade erst gestarteten Podcast wieder ein, nach nur zwei Folgen. „Der Aufwand, eine kritische Diskussion über diesen Podcast zu begleiten und ständig Nachfragen zu beantworten, steht in keinem Verhältnis zur Idee und zum Ziel des Projekts“, sagte Holsten dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie stecke ihre Energie lieber in andere Tätigkeiten.
politics  podcasts 
7 weeks ago by Scub4
Vorwahlen in Iowa: Wie sehr wollen die US-Demokraten die Wahl nicht gewinnen? - DER SPIEGEL
"Backfiring" nennen die Amerikaner diesen Effekt, den alle kennen: Man versucht, etwas wirklich gut hinzubekommen, weil es gerade darauf ankommt. Und dann verdackelt man es genau deshalb komplett. Bei den Vorwahlen für den Präsidentschaftskandidaten oder die Präsidentschaftskandidatin in Iowa haben die Demokraten eine fantastische, gruselige, lexikondefinitionsreife Vorführung in Backfiring gegeben. Dahinter verbirgt sich aber auch die Geschichte eines katastrophalen Missverständnisses über Sicherheit, Aufgaben und Möglichkeiten von vernetzter Technologie.
politics  usa  trump  iowa  democrats 
9 weeks ago by Scub4
Study of YouTube comments finds evidence of radicalization effect
Research presented at the ACM FAT 2020 conference in Barcelona today supports the notion that YouTube’s platform is playing a role in radicalizing users via exposure to far-right ideologies.
youtube  politics  tech 
9 weeks ago by Scub4
Nachhilfe für Fleischhauer: Wegen dieses Magazins wurde Tellkamps Lesung abgesagt | Übermedien
Leider erwähnt Fleischhauer erst im letzten Absatz seines Textes, nach all der Verwunderung über die asymmetrische Behandlung eines rechten Autoren, dass die Ausladung eigentlich gar nicht Uwe Tellkamp galt, sondern dem „Tumult“-Magazin, wodurch seine vorherige Überlegungen auf diesen Fall gar nicht so richtig anwendbar sind.
journalism  politics  nazis  fleischhauer 
11 weeks ago by Scub4
Tech for Disobedience — School of Disobedience - School of Disobedience
Many mainstream narratives of technology suggest that humanity is dominated by digital systems. Systems that do not work for the people but destroy democracies, undermine human rights and turn citizens into obedient consumers. We are under constant digital surveillance and our data and social graphs are being sold to the highest bidder. What happens when centralized systems dominate our actions? What if autocrat regimes and tech governance converge? How can people stay independent and act in the digital sphere? What are the tools out there to organize and connect communities?
tech  conferences  politics  PossibleSpeaker  digital  futurism 
january 2020 by Scub4

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